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IBA Spreehafengeschichten (2012)

  • Im Zuge der Ausdehnung des Hamburger Freihafens entstand Ende der 1880er Jahre der Plan zur „Ausführung eines Hafens für Flussfahrzeuge südlich am Veddelcanal“, einer von drei neuen Flussschiffhäfen für die zunehmende Zahl an Oberländer Kähnen.

    Die Ausschreibung für den „Neuen Oberländer Hafen“ erfolgte 1889 auf Ersuchen der Baudeputation durch die Finanzdeputation. Der Ausschreibungszeitraum betrug lediglich 12 Werktage.

    Den Zuschlag erhielt auf Antrag der Baudeputation die Hamburger Firma C. Vering für den Gesamtbetrag von 619.000 Mark.

    Der bei den Bauarbeiten anfallende Aushub betrug 95.000 cbm und wurde südlich des Bauplatzes und im Bereich um den nördlich gelegenen Petroleumhafen zur Niveauerhöhung verwandt.

    1893 erfolgte die Umbenennung des Neuen Oberländer Hafen in Spreehafen und die Benennung der Ufer: Berliner Ufer, Potsdamer Ufer, Spandauer Ufer, Brandenburger Ufer, Niedernfelder Ufer.

    1902 und 1907 erfolgte die Erweiterung und der Ausbau des Spreehafens auf seine heutigen Abmessungen. Eine Erweiterung über die ehemalige Landesgrenze Richtung Süden bzw. durch Abgrabung des Industrieblocks (Spreehafeninsel) wurde in den 1920er Jahren diskutiert, jedoch nie umgesetzt.

  • Im Zusammenhang mit der Aufhebung des Hamburger Freihafens am 01.01.2013 und der damit verbundenen Nutzungsumwidmung im Uferbereich des Spreehafens beauftragte die Internationale Bauausstellung Hamburg (IBA) IhreGeschichte mit Recherchen für einen um den Spreehafen geplanten Geschichtspfad.

    Durch Bild-, Plan- und Textrecherchen im Hamburger Staatsarchiv und Zeitzeugeninterviews konnte eine Geschichte erzählt werden, die von den Ausschreibungsbedingungen über die wasserwirtschaftliche Nutzung des Spreehafens bis hin zum Alltagsleben der Binnenschiffer und die Badevergnügen der Anwohner führte.

Auftraggeber::IBA Hamburg GmbH
Datum:Mai 01, 2012