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Wissensmanagement und digitales Vergessen

In der heutigen Folge „Das digitale Gedächtnis“ aus der 3sat-Sendereihe „über:morgen“ ging es u.a. um neue Formen des digitalen Vergessens.

Wie sich zukünftige Wissenspeicher an den neuronalen Netzen des Menschen orientieren, so könnte auch die neuronale Funktion des Vergessens für das Wissensmanagement der Zukunft von fundamentaler Bedeutung sein.

Hier geht es allerdings nicht um die – möglicherweise sogar gesetzlich fixierte – Löschung digital veröffentlichter Objekte, den „digitalen Radiergummi“, wie er aktuell immer wieder in der Politik diskutiert wird.

Vielmehr könnten – wie es Viktor Mayer-Schönberg in seinem 2009 erschienen Buch „Delete : the virtue of forgetting in the digital age“ vorschlägt – die Wissenserzeuger_innen im Zeitpunkt der Wissensgenerierung eine Bewertung der geschaffenen Informationen vornehmen und auf dieser Grundlage individuell ein „Verfallsdatum“ vergeben.

Zu diesem Zeitpunkt würde die Information dann automatisch aus dem digitalen Gedächtnis verschwinden – oder aber in Anlehung an den menschlichen Prozess des Vergessens eine schrittweise Degradation in der Wissensbewahrung einsetzen, bei der das Auffinden der Information zunehmend schwieriger würde.

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